Auslöser vorgeburtlichen Störungen - infolge dessen es zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen kommen kann - sind nachgewiesen bei (Dauer-) Stress, Nikotin, Alkohol, Heroin, Röteln (inkl erblinden des Ungeborenen), Toxoplasmose aber auch:

Morbus Osgood Schlatter = MOS ist eine Entzündung von Knochen und Knorpel am Schienbeinkopf, welche sich zwischen dem 10. - 15. Lebensjahr entwickelt. Als Ursache vermutet man einen zu starken Zug an der Kniescheibensehne. Die Erkrankung wächst sich von selbst aus.
Alkoholembryopathie = Fetale Alkoholsyndrom
Das Parrot-Syndrom oder die Achondroplasie - Kleinwuchs ist die häufigste Skelettdysplasie. Kinder mit einer Achondroplasie fallen meist bei Geburt durch den relativ großen Kopf und die kurzen Arme und Beine auf. Die Lendenwirbelsäule ist stark überstreckt. Hüftgelenke und Ellbogen können nicht ganz gestreckt, Knie- und Handgelenke jedoch überstreckt werden. Säuglinge und Kleinkinder haben eine ausgeprägte Muskelschlaffheit, die eine langsamere motorische Entwicklung erklärt, sich später aber von selbst bessert. Der Schädel zeigt ein Missverhältnis von großem Hirnschädel zu kleinem Mittelgesicht mit kurzer Nase und eingesunkener Nasenwurzel. Durch häufige Atemwegsinfekte und Mittelohrentzündungen können Schwerhörigkeit und verzögerte Sprachentwicklung auftreten. Das schnelle Schädelwachstum bei jungen Säuglingen kann einen Wasserkopf (Hydrozephalus) vortäuschen. Die Erwachsenengröße liegt bei 120 cm bis 130 cm. Bei einigen Kindern hat die Behandlung mit Wachstumshormon gewisse Zunahme des Längenwachstums, jedoch bei weitem keine Normalisierung erbracht.

Die Hypochondroplasie ist eine der Achondroplasie ähnliche, jedoch unter den meisten Gesichtspunkten leichtere Störung. Die Verschiebung der Körperproportionen ist weniger ausgeprägt, die Muskelschlaffheit geringer, jedoch haben einige Kinder eine Lernbehinderung. Achondroplasie und Hypochondroplasie werden durch zwei verschiedene Veränderungen (Mutationen) derselben Erbanlage (Gen) verursacht, dies erklärt ihre Ähnlichkeit. Eine vorgeburtliche Diagnostik ist im Verdachtsfall möglich.
kongenitale spondyloepie physäre Dysplasie (SEDC)
Die SEDC ist in den meisten Fällen bei Geburt erkennbar (≤ kongenital) und zeigt die auffälligen Veränderung an Wirbelsäule (≤ spondylo) und Knochenenden (≤ epiphysär). Die Kinder fallen durch einen kurzen, breiten Rumpf und das verzögerte Wachstum auf. Später treten Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung v.a. in den Hüften und häufig eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule
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Skoliose ) hinzu. Eine Anzahl der Betroffenen ist kurzsichtig, selten kommen eine Gaumenspalte und eine Instabilität im Übergang vom Hinterhaupt zur Halswirbelsäule vor. Der Schweregrad der SEDC ist sehr variabel und die Erwachsenengröße meist zwischen 110 cm und 140 cm gelegen.
Die diatropische Dysplasie fällt bei Geburt durch kurze Arme, Beine, kurzen Hals, Klumpfüße, eine Daumenfehlstellung und manchmal durch eine Gaumenspalte auf. Durch die Bewegungseinschränkungen in den meisten großen Gelenken und im besonderen in den Händen sind Betroffene besonders stark eingeschränkt. Viele Betroffene entwickeln eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Die Erwachsenengröße bei der sehr variablen diastrophischen Dysplasie ist meist zwischen 100 cm und 140 cm gelegen.
Chromosomale Störungen bzw. Chromosomenstörungen sind Abweichungen von Anzahl und Struktur der Träger der Erbinformationen (Chromosomen). Sie sind sehr vielfältig und führen meist zu komplexen Behinderungen einschließlich einer Wachstumsstörung. In diesem Zusammenhang ist nur das Ullrich Turner Syndrom  von besonderer Bedeutung.
Das Ullrich-Turner-Syndrom (oder nur Turner Syndrom) wird dadurch verursacht, dass das weibliche Geschlechtschromosom nur in einfacher Ausführung vorliegt. Betroffen sind immer Mädchen. Es ist unter anderem durch ein geringes Wachstum (Endgröße 135 cm bis 145 cm), leichte Auffälligkeiten des Gesichts, eine typische Hautfalte im Nacken und die Form des Brustkorbs gekennzeichnet. Fehlbildungen an Herz, großen Blutgefäßen und Nieren sind häufiger als bei anderen Kindern. Normale Pubertätsentwicklung, Regelblutungen und Fruchtbarkeit bleiben immer aus. Bei normaler Intelligenz sind oft räumliche Wahrnehmung und Orientierung eingeschränkt. Eine Behandlung mit Geschlechtshormon vom Pubertätsalter an und gegebenenfalls mit Wachstumshormon ist angezeigt.
Kleinwuchs und Konstitutionelle Entwicklungsverzögerung: Bei Kindern mit konstitutioneller Entwicklungsverzögerung ist die biologische Reifung verzögert. Sie erreichen erst einige Jahre später als andere ihre endgültige Körperlänge, sind also vorübergehend klein. Die Endgröße liegt jedoch in dem von den Erbinformationen der Eltern vorgegebenen Bereich. Messbar wird die Verzögerung der Reife durch die Bestimmung des Knochenalters, das dem biologischen Alter entspricht.
familiärer Kleinwuchs: Bei Kindern mit familiärem Kleinwuchs ist keine krankhafte Ursache vorhanden, lediglich die Körpermaße liegen unterhalb des Normbereiches.

Dieser Kleinwuchs ist erblich bedingt; meist sind die Eltern, jedoch mindesten ein Elternteil, ebenfalls klein. Die Wachstumskurve dieser Kinder verläuft zwar etwas unterhalb, aber stets parallel zum Wachstum unauffälliger Kinder.
 
 
 
Bei hormonellem Kleinwuchs fehlen ein oder mehrere für das Wachstum notwendige Botenstoffe (Hormone) im Körper weitgehend oder vollständig. Dieser Mangel kann auf ganz unterschiedlichen, angeborenen oder erst im Laufe der Kindheit auftretenden Ursachen beruhen. Für die Steuerung des Wachstums sind das Wachstumshormon der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und die Schilddrüsenhormone entscheidend verantwortlich.  
intrauteriner Kleinwuchs = primordialer Kleinwuchs: Intrauteriner - auch als primordialer Kleinwuchs bezeichnet - ist einen vorgeburtlich bereits vorhandener, bei Geburt deutlichen Kleinwuchs. Dieser ist anlagebedingt, das heißt nicht durch Umstände verursacht, die von außen auf das ungeborene Kind einwirken. Auch nach der Geburt verläuft das Wachstum weiterhin langsam.  
Das Silver Russel Syndrom ist die häufigste Form des intrauterinen Kleinwuchses.
Skelettdysplasien - Von den häufigeren Skelettdysplasien ist inzwischen die ursächliche Veränderung der Erbinformation bekannt, so dass bei begründetem Verdacht auch eine vorgeburtliche Diagnostik möglich ist.
Sekundärer Kleinwuchs: Schwere chronische, d.h. langfristig bestehende, Krankheiten beeinträchtigen ebenfalls häufig als Folgeerscheinung (d.h. sekundär) das Wachstum. Dazu gehören vor allem schwere Herzerkrankungen, Herzklappen ec.,  schwere Störungen der Nierenfunktion . der Verdauung, des Abwehrsystems, des Stoffwechsels und schwere Unter- bzw. Fehlernährung. Die Wachstumsverzögerung geht vorüber, wenn die zugrunde liegende Krankheit geheilt ist. 
Gedeihstörung ist ein verzögertes Längenwachstum und eine mangelnde Gewichtszunahme bei Kindern. Gedeihstörungen können zu einer Entwicklungsverzögerung und Reifestörung führen. Ursachen: mangel- oder fehlerhaftes versorgen mit Essen und Zuwendung, Beschwerden beim Kauen und Schlucken, Infektionen, Krebs, Störungen an Wachstums- und Schilddrüsehormonen, Stoffwechselstörungen, Herz- und Nierenerkrankungen, ev. andere genetische Ursachen. 
Zwergwuchs: der kindliche Körper entwickelt eine optisch sichtbare Dishamonie
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